Vom inneren Zweifel zum Ziel. Arbeite mit deinen Klabautern.

Gerade wenn du am Beginn deiner Selbstständigkeit bist, schleichen sich oftmals Zweifel ein.

Wo eben noch Mut und Freude zu spüren war, legt ein Teppich aus Langeweile dich lahm.

Das kennen wir selbstständige Unternehmerinnen alle.

Die Kunst ist, sich von diesen Stimmungen nicht beeinflussen zu lassen.

Sie verstehen zu lernen und sie für das eigene Unternehmen zu nutzen.

Aus diesem Grund habe ich dir heute Elke Storaths Klabauter eingeladen.

Was ein Klabauter ist, wie du ihn erkennst und lernst, mit ihm umzugehen, erzählt dir Elke in ihrem Gastbeitrag:

 

Von Klabautern und warum es dir beim Schreiben hilft, dich gut mit deinen inneren Stimmen auszukennen

Da, saß Elke nun und wollte einen Gastartikel für die Kollegin schreiben, es wurde schließlich auch Zeit, denn sie wollte gerne etwas für ihre Sichtbarkeit tun.

Also öffnete sie motiviert ein neues Dokument und begann ihren Text mit den Worten:
Von Klabautern und Schreibblockaden, warum es dir…“ weiter kam sie leider nicht.

Denn schon quasselte bereits eine spöttische Stimme drauf los:
“Na hör mal, fällt dir denn da nicht endlich mal was Spannenderes ein? Das interessiert doch sicher wieder die Waschfrau!“

Irritiert hob Elke den Kopf und schaute sich um, doch es war niemand zu sehen.

Schulterzuckend begann sie wieder zu tippen, doch kaum hatte sie ein paar Worte geschrieben, hörte sie wieder eine Stimme, nur diesmal war sie ganz fisteldünn und leise: „ Ach herrje, und was ist, wenn wir uns bis auf die Knochen blamieren? Das wäre ja grauenhaft! Was sollen denn die Leute dann bloß von uns denken? Vielleicht sollten wir den Beitrag lieber doch nicht schreiben“

 

Haben diese Stimmen Recht?

Elke zögerte, hörte auf zu tippen und runzelte die Stirn.

Hm, womöglich hatte die Stimme Recht und es war noch zu früh, um sich als Expertin irgendwo zu Wort zu melden.

Ein unangenehmes Gefühl begann sich in ihrer Magengegend ausbreiten.

Was hatte sie noch gleich schreiben wollen?

Verdammt. Eben hatte sie noch so eine coole Idee gehabt.

Während sie verzweifelt grübelte und ihre Gedanken anfingen, sich wie ein zu lange gekauter Kaugummi anzufühlen, meldete sich bereits die nächste Stimme und flüsterte verführerisch:

„Kommt nicht gleich unser Lieblings-Krimi im Fernsehen? Ne, was wäre das schön, jetzt gemütlich auf der Couch, eine Tüte Chips und ein wenig entspannen. Den Artikel kannst du sicher auch morgen schreiben. Dann bist du auch viel ausgeruhter“.

Zehn Minuten später hört man genüssliche Knuspergeräusche aus dem Wohnzimmer und der Kommissar im Fernsehen meinte gerade “Tja, mal wieder die üblichen Verdächtigen!“

Wie recht er doch hatte, denn Elke schrieb den Beitrag natürlich nicht fertig, weder an diesem noch am nächsten oder übernächsten Tag.

 

Kommt dir das bekannt vor?

Ja? Dann herzlich willkommen in der Welt der Klabauter!
Ja, Klabauter, du hast richtig gelesen.

Denn genauso nenne ich persönlich diese inneren Stimmen, die uns gerade dann in den Kopf geraten, wenn es darum geht, etwas ganz Neues zu erschaffen wie zum Beispiel Texte, Geschichten oder aber auch dein Unternehmen zu starten.

Klabauter deswegen, weil sie wie unsichtbare Schiffskobolde in unseren Köpfen herumpoltern, sich lärmend und unangenehm bemerkbar machen. Das nervt, verunsichert uns oder hindern uns schlichtweg immer wieder am Erreichen unserer Ziele.

 

Bewusst deine Gedanken wahrnehmen

Mit den Klabautern ist das so eine Sache.

Die meisten Menschen nehmen die Botschaften und Gedanken nicht einmal bewusst wahr,  welche dort in ihrem Kopf herumgeistern. Sie stammen in Wirklichkeit nicht 1:1 von ihnen selbst, sondern von ihren inneren Anteilen.

Die gute Nachricht ist, solche Stimmen in Gedanken zu hören, ist völlig normal. Jeder Mensch hat das, nur nimmt nicht jeder sie bewusst wahr. Oft gehen einzelnen Stimmen im ständigen Gedankengewitter verloren.

Bereits verschiedene Psychologen und Persönlichkeitsforscher haben diesbezüglich ihre eigenen Modelle entwickelt. Zum Beispiel Friedemann Schulz von Thun das vom „inneren Team“ oder Erika Chopich & Margaret Paul das vom „inneren Kind und dem Erwachsenen“.

Sie alle erkannten, dass diese inneren Anteile unser ganzes Leben lang mit uns kommunizieren.

Dieser „Smalltalk“ nimmt somit einen großen Einfluss auf unser Verhalten.

Besonders schwierig wird es, wenn diese inneren Anteile ihre Überzeugungen aus alten, vielleicht mit Schmerz oder Angst verknüpften Erfahrungen aus unserer Kindheit gewonnen haben. Oder sie stammen aus ungeprüft übernommenen Meinungen anderer Menschen, die in unserer Vergangenheit großen Einfluss auf uns hatten, wie beispielsweise Eltern, Erzieher oder Lehrer.

 

Die Klabauter-Mannschaft

Wie auch immer, die Klabauter schießen mit ihren Botschaften oft über das Ziel hinaus.

Angst-Klabauter machen aus dem Schatten eines Zweifels gerne ein riesiges Katastrophengespenst.

Dem überkritischen Perfektions-Klabauter kann man einfach nichts Recht machen.

Und der Ablenkungs-Klabauter schafft es immer wieder, uns geschickt zu verführen und uns von unseren eigentlichen Zielen abzubringen.

So wie Elke in unserer Geschichte ergeht es vielen Menschen, die nicht wissen, wie man mit Klabautern umgeht. Entweder sie bekämpfen sie bis aufs Blut und verlieren damit kostbare Zeit und Energie, oder sie überlassen den Klabautern vollkommen das Ruder ihres Lebensschiffes.

Am Schlimmsten wird es jedoch, wenn man versucht, bestimmte Anteile von sich komplett loszuwerden! Damit bekämpft man sich selbst, was sich nicht selten in psychosomatischen Beschwerden oder gar schlimmen Krankheiten niederschlägt.

 

Was Klabauter wirklich wollen

Klabauter wollen uns im Grunde nicht schaden.

Im Gegenteil, sie warnen uns vor Gefahren und bewahren uns vor Schaden.

Wer lernt, die eigentlichen Botschaften hinter ihren Manövern zu erkennen und sich die Mühe macht, ihre Beweggründe zu verstehen, der hält den Schlüssel zu einem ganz besonderen Schatz in der Hand.

Wer seine innere Mannschaft einschwört und sie auf Kurs bringt, bekommt ihre volle Unterstützung. Damit erreicht man ungeahnte Ziele.

Ich selber habe meine ganz eigene Methode entwickelt, Klabauter zu zähmen. Ich liebe es, sie zu zeichnen, ihnen eine Gestalt und einen Namen zu geben und mich mit ihnen auf Augenhöhe zu unterhalten. So lerne ich sie besser kennen- und verstehen.

Das klappt so gut, dass ich mich anschließend nicht mehr so oft von ihnen stören, sondern mich beim Erreichen meiner Ziele unterstützen lasse. Und weil ich so begeistert von dem Ergebnis bin, will ich unbedingt möglichst viele Menschen zu guten „Klabauter-Zähmern“ machen.

Damit helfe ich sowohl den gestressten, überforderten und verzweifelten Menschen, als auch den armen, missverstandenen und zu Unrecht gescholtenen Klabautern.

In Blogbeiträge, Interviews oder Webinaren gebe ich mein Erfahrungen an Interessierte weiter, und begleite die Menschen mit Online-Gruppen-Kursen oder im Einzelcoaching beim Zähmen ihrer persönlichen Klabauter.

 

Der konstruktive Umgang mit Klabautern

Klabauter nicht

  • ignorieren,
  • verdrängen ode
  • abwerten!

 

Klabauter stattdessen

  • bewusst wahrnehmen,
  • akzeptieren und
  • wertschätzen lernen.

 

Ich empfehle dir:

  1. Mach dir ein Bild von deinen einzelnen Klabautern. Wie sehen sie aus? Ist es ein Mann oder eine Frau, Kind, Erwachsener oder Weiser?
  2. Welche Eigenschaften hat dein Klabauter?
  3. Mach die Kommunikation mit ihnen für dich „greifbar“ z.B. in einer Art „Klabautertagebuch“, dass du wie eine Art Theaterstück oder Drehbuch schreibst. Versuche dich dabei bewusst in deine Klabauter hineinzuversetzen.
  4. Geh die Sache spielerisch und mit Humor an! Zu viel Verbissenheit schadet mehr, als sie nützt. Es geht schließlich darum, einen verständnisvollen, einfühlsamen, fürsorglichen und respektvollen Umgang miteinander zu finden.
  5. Lass dir das Ruder deines Lebens keinesfalls aus der Hand nehmen.
    Du bist nicht auf der Welt, um so zu sein, wie andere dich gerne hätten.
    Und das gilt auch für deine Klabauter! Du bist der Kapitän deines Lebensschiffes und niemand sonst!
  6. Zögere im Zweifel nicht damit, dir Unterstützung und Hilfe zu holen!
    Sollten dir deine Klabauter trotzdem auf der Nase herumtanzen oder du an bestimmten Punkten alleine nicht weiterkommen, dann schreibe mir gerne oder komm in meine Facebook „Schluss mit frustig! … Sei du selbst & mach dein Ding!“.

 

Fazit

Wenn du also an deinem nächsten Blogbeitrag oder Text sitzt oder gerade dein Unternehmen aufbauen möchtest, erkläre deinem Perfektions-Klabauter, warum es so wichtig ist, dass deine Geschichte geschrieben wird und dein Unternehmen das Licht der Welt erblickt.

Küsse deinen Angst-Klabauter auf die Nase und versichere ihm, dass Blamieren nicht lebensgefährlich ist.

Und versprich deinem Ablenkungs-Klabauter, dass du dir wirklich Zeit zum Chillen mit ihm nimmst … allerdings erst, wenn der Blogbeitrag fertig geschrieben ist.

Denn genauso habe ich es auch gemacht *zwinker*

Ich wünsche dir viel Erfolg und Freude beim Zähmen deiner Klabauter!
Ahoi und regenbogenbunte Grüße,
Deine Elke Storath
www.rainbow-moments.de

Eva Laspas
 

Ich bin Eva Laspas und unterstütze dich dabei, bessere Texte für dein Unternehmen zu schreiben. Wie? Indem ich komplexe Themen einfach zum „Be-greifen" aufbereite. Durch Blogartikel, Bücher, Kurse und Text-Konzepte.

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