Gerade blätterte ich in meiner geistigen Notizmappe für Blogbeiträge, da springt mir in FB die Blogparade von Peer Wandiger auf „Selbstständig im Netz“, ob wir glücklich wären als Selbstständige.

 

Na und ob.

Na und ob?

 

Gerade, wenn du dabei bist, dich selbstständig zu machen – dabei ist es egal, ob du eine Firma gründen oder Online ein Unternehmen gründen möchtest – bereitet dich dieser Artikel gut auf deine Zukunft als Unternehmerin vor.

 

Die heilige Selbstständigkeit – das Goldene Kalb

Ich selber bin schon seit 16 Jahren selbstständig. Ich habe ohne Kapitaleinsatz begonnen. Und mich in einem Bereich selbstständig gemacht, der damals noch sehr unwesentlich war. Online mit einem Monatsmagazin. Ich konnte nicht einmal Windows bedienen. Völlig abgehoben für das Jahr 2000. Eine der Ersten. Eine, die belächelt wurde.

 

Bis dahin hat sich vieles verändert – nur das eine nicht:

Ständig und selbst unternehme ich etwas. Ich bin bekannt dafür, dass ich neue Trends erkenne und Projekte aus dem Nichts entstehen lasse. Nicht alle, aber die Meisten davon gehen auf wie Rosenknospen.

Ich habe in den 16 Jahren viele Täler durchwandert und noch viel mehr Gipfel erklommen.

 

Meine Erfahrungen teile ich mit dir:

Wenn dir also der 1001 Banner gerade wieder einmal vorschwärmt, wie toll es ist und wie einfach, raus aus dem Hamsterrad, rein ins selbstständige Vergnügen, dann stimmt das. Aber nur, wenn du dir klar bist über gewisse Dinge.

 

Diese Dinge haben alle etwas zu tun mit „Selbstständigkeit“:

  • Selbstständig aufstehen in der Früh.
  • Selbstständig anfangen zu arbeiten.
  • … ein Ziel entwickeln.
  • … Schritte zu überlegen, das Ziel zu erreichen.
  • … den Tag und die Woche zu strukturieren (in Bereiche wie „Banktag“ – hier werden alle Tätigkeiten erledigt, die mit der Bank zu tun haben. Oder einen „Marketingtag“, einen Promotiontag etc.)
  • … Fehler machen und diese auch als die eigenen zu akzeptieren.
  • … aus diesen Fehlern lernen und Konsequenzen ziehen.
  • … die Buchhaltung machen (dazu kannst du dir eine Buchhalterin finden).
  • … Lösungen finden, wenn es Probleme gibt.
  • … auf Menschen zugehen und mit ihnen reden.

Du brauchst einen Plan.

Einen “roten Faden” rund um deine Existenzgründung, deine Marktpräsenz, deine Texte. Da ist viel zu tun.

Die Liste lässt sich unendlich erweitern. Wenn du dich also ein Startup Unternehmen gründen möchtest, wird es ganz sicher nicht einfacher als bisher. Wenn dich bisher die Gedanken an deinen Chef und dein Gehalt haben aus dem Bett springen lassen, dann sind es ab jetzt Gedanken an deine Kunden und an deine Rechnungen:

 

[ctt title=”Du musst dir immer wieder selber in den Hintern treten und lernen, dich auf dich selber zu verlassen. ” tweet=”Du musst dir immer wieder selber in den Hintern treten und lernen, dich auf dich selber zu verlassen. http://ctt.ec/1db4s+” coverup=”1db4s”]

 

Aber das dauert rund drei Jahre

In etwa vergleichbar mit einem Kind, das du großziehst.

Sagen wir, du brauchst sicher 1,5 Jahre emsiges zielgerichtetes Arbeiten in deiner Selbstständigkeit, bis du abschätzen kannst, ob du …

  • überhaupt eine Chance auf dem Markt hast (Wenn deine Positionierung nicht stimmt, wirst du nicht gefunden).
  • fähig bist, auf den Markt zu reagieren und dein Angebot ständig zu justieren.
  • netzwerkfähig und
  • authentisch genug bist.

Du fährst eine Zeit lang zweigleisig. Denn du brauchst deinen bisherigen Arbeitsplatz, um Geld zu verdienen, das du fürs Leben und dazu brauchst, deine Selbstständigkeit zu fördern. Und du darfst lernen, dass du als Selbstständige zwar einen Tag frei nehmen kannst, die Arbeit aber liegen bleibt. Und du sie machen darfst. Entweder am Tag davor oder danach.

 

Überlege dir, ob du dazu bereit bist, …

  • dein Geschäft als das beste und einzigartigste Selbsterfahrungsseminar zu sehen, das du jemals besucht hast.
  • zu lernen, dass es Kunden gibt, die dich mit ihrer Kritik weiterbringen und solche, deren Kritik dich nur hinunterzieht. Und aus beidem Konsequenzen ziehst für dein Business.

 

Schaffst du es …

  • immer wieder aufzustehen, wenn du hingefallen bist, auch wenn es noch so weh tut?
  • dich auch mal zu entschuldigen für deine Fehler?
  • 100% ehrlich und authentisch zu sein?

Dann klappt es.

 

So wird aus der Mühe eines Tages tatsächlich das Goldene Kalb.

Aber wie das so ist mit Tieren, auch wenn sie golden sind – sie brauchen Pflege. Sie können krank werden oder aufhören Gold zu spucken.

Du siehst – zurücklehnen ist nicht.

 

[ctt title=”Es geht immer weiter. Selbst und ständig.” tweet=”Es geht immer weiter. Selbst und ständig. http://ctt.ec/J53To+” coverup=”J53To”]

 

Das ist aber nicht nur das operative Geschäft, nein auch:

  • Weiterbildung
  • Rückzugsphasen
  • Planungsphasen
  • und das Feiern von großartigen Erfolgen

gehören dazu.

Ich sage immer:

[ctt title=”Wir selbstständigen UnternehmerInnen heißen ja so, weil wir selbst und ständig etwas unternehmen.” tweet=”Wir selbstständigen UnternehmerInnen heißen ja so, weil wir selbst und ständig etwas unternehmen. http://ctt.ec/G1avK+” coverup=”G1avK”]

 

Dann, ja dann ist es richtig schön.

 

Denn du kannst frei entscheiden, wann und ob du …

  • in der Früh aufstehst.
  • heute anfängst zu arbeiten.
  • Urlaub machst.
  • neue Ziele entwickelst, wenn du siehst, dass sich der Markt verändert.
  • neue Schritte überlegst, das neue Ziel zu erreichen.
  • deine Erfahrungen einsetzst, neu überprüfst und neue machst.
  • neue Fehler machst und diese als die eigenen akzeptierst,
  • aus diesen neuen Fehlern lernst und erneut Konsequenzen ziehst.
  • neue Lösungen für neue Probleme findest.

 

Du siehst, viel ändert sich nicht – nur – du wirst routinierter.

Du weißt, dass du, wenn du heute im Bett bleibst, morgen doppelt so viel zu tun hast.

Du hast erfahren, dass du deine Rechnungen ordentlich schreibst und auch abschickst. Und Rechnungen, die du bekommst, rechtzeitig bezahlst. Und hast gelernt, dir Geld für die Steuer und die Versicherung beiseite zu legen.

Und du weißt, dass Routine dich nicht davor schützt, dieselben Fehler noch einmal zu machen. Im Gegenteil, du fühlst, dass Routine eine Gefahr in sich birgt.

Du lernst zu planen.

 

Die Gefahr, dass du einschläfst und der Markt sich verändert, ohne dass du es merkst.

Wenn der Markt sich ändert oder du selbst änderst dich, dann beginnt alles wieder von vorne.

Und wieder zweigleisig.

Den alten Bereich führst du fort, damit du Geld zum Leben hast und um dem neuen Bereich Futter zu geben.

Den neuen Bereich baust du nebenbei auf.

Und du fragst dich – schon wieder: Warum tue ich mir das an?

 

Ganz einfach, weil du in der Selbstständigkeit immer das tun kannst, was du willst. Und wann du willst.

Und weil dich genau das glücklich macht.

 

Viel Spaß noch mit deinem Unternehmen!

Eva Laspas

 

 

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Eva Laspas
 

Ich bin Eva Laspas und unterstütze dich dabei, bessere Texte für dein Unternehmen zu schreiben. Wie? Indem ich komplexe Themen einfach zum „Be-greifen" aufbereite. Durch Blogartikel, Bücher, Kurse und Text-Konzepte.

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