Buchbesprechung des gleichnamigen Buches von Wolfgang A. Erharter durch Eva Laspas

Bist du ein Mensch, der glaubt, gar nicht kreativ zu sein? Und darum klappt es auch bei deinen Texten nicht so ganz?

Dann bist du nicht alleine: Im Grunde ihres Herzens glauben die wenigsten Menschen daran kreativ zu sein.

Doch: Wenn du dich selbstständig machst, brauchst du jede Menge Kreativität – nicht nur beim Texten.
Vielleicht bist du dir dessen nicht bewusst – und nennst es nur anders: kreativen Schaffensprozess oder, wie Autor Wolfgang Erharter es tut, schöpferische Produktivität.

Um dich zu motivieren und dir eine Anleitung an die Hand zu geben, habe ich dieses Buch zur Besprechung ausgesucht. Darin stellt der Autor die „Vier Modi für den Schaffensprozess“ vor – an Hand derer auch du auch bei dir Kreativität – oder eben schöpferische Produktivität aktivieren lernen kannst.

 

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Etwas Neues auf die Welt zu bringen, bedeutet, schöpferisch produktiv zu sein. Egal also, ob „kreativ oder produktiv“ – schöpferische Produktivität ist ein Akt des „Er-Schaffens“.

Und beim Wort „erschaffen“ haben wir doch gleich ganz andere Bilder im Kopf.

Um etwas zu erschaffen, brauchen wir Disziplin, Systematik und Konzentration. Mit einem Wort: harte Arbeit.

Im Grunde genommen ist Kreativität also nichts anders als Arbeit ;-).

Bist du jetzt enttäuscht?

 

Der Unterschied zwischen Kreativität und Produktivität

Wolfgang Erharter recherchierte ein bisschen zu den beiden Begriffen.

  • Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befasste man sich mit den Themen Intelligenz und Genialität, aus diesen beiden Themen entsprang schließlich die Kreativität.
  • 1905 wurde der erste Intelligenztest entwickelt, und auch der deutsche Nobelpreisträger Wilhelm Ostwald schrieb in seinem Buch „Große Männer“ über Intelligenz.
  • Über die „schöpferische Produktivität“ schrieb außer Paul Plaut noch Max Wertheimer, der Begründer der Gestalttheorie.
  • 1954 entstand die erste Kreativitätstechnik. Und nach dem Zweiten Weltkrieg war so gut wie ausschließlich nur mehr von Kreativität die Rede.

Damals wurde vielleicht ein falsches Bild erzeugt in unseren Köpfen – vom Kreativen, der lieber in der Sonne saß, nachdachte und dafür im Winter hungerte. Von einem, der die Arbeit anderer durch Denken unterstützt. (Was natürlich sehr viel Sinn macht – Arbeit vorzudenken, um sich Umwege zu ersparen, oder?)

Ein viel besseres Image hat die Produktivität. Darunter versteht man die Tätigkeit, nicht die Arbeit anderer zu unterstützen, sondern seine gesamte Zeit darauf zu verwenden, selber diese Arbeit zu tun und gut zu tun. Denn dafür sind wir auf der Welt.

So oder ähnlich dürfte die gute alte Produktivität durch die modernere Kreativität ersetzt worden sein.

 

Auf das Wort kommt es an

Vielleicht gibt es bei dir auch den Glaubenssatz, der einen „kreativen Menschen“ mit einem „Künstler“ gleichsetzt – und ein solcher, das „wissen“ wir ja alle – arbeitet nichts, ist nur kreativ. Und wer nichts arbeitet ist faul. Und faul will wohl keiner sein.
Oder?

Also – so die Logik unseres inneren Schweinehundes, Kindes oder sonstigen Getiers – sind wir deshalb gar nicht kreativ, weil wir ja nicht als „faul“ gelten möchten?
So in der Art?

Denn du und ich, wir arbeiten ja. Sind nicht faul und daher – in zwingender Logik dieses Glaubenssatzes – können wir gar nicht kreativ sein.

Und genau hier kommt die gute Nachricht für dich: wenn du bisher gedacht hast, dass du nicht kreativ bist, kannst du jetzt dennoch schöpferische Arbeit leisten.

Klingt gut, gar nicht faul, und wir haben wieder einmal gelernt, es kommt nur auf die verwendeten Wörter an!

 

Erschaffe dir dein Lebenswerk

Der Autor schreibt: „Vergessen Sie Kreativität, wenn Sie etwas Kreatives machen wollen. Und lernen Sie, warum die Logik des Schaffens für Sie nützlich ist.“

Wenn du etwas erschaffen möchtest, dann geht es eindeutig um Kreativität. Doch wie schon erwähnt, kann das ein recht schwammiger Begriff sein. Im Grunde geht es darum, dass wir etwas erschaffen. Dieses deutsche Wort bedeutet im Wesentlichen:

  • etwas Einzigartiges hervorzubringen
  • schlicht und einfach zu arbeiten
  • etwas zu erreichen.

Das Wort „Schaffen“ birgt also in sich, dass wir äußerst produktiv etwas Einzigartiges hervorbringen.

Und auch das ist etwas, was du in deinem Unternehmen tust.

Vorher war da noch kein Unternehmen, danach gab es etwas Neues. Dafür hast du Arbeit aufgewandt, du bist den Prozess der Kreativität oder Produktivität gegangen.

 

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Über deine Homepage, deine Texte, deine Farben und ausgewählte Zielgruppe bringst du dich selbst zum Ausdruck.

 

Die Modi des Schaffensprozesses

Im Buch findest du die unterschiedlichen Schaffensprozesse, die grundsätzlich einer gewissen Abfolge gehorchen, einen bestimmten Rhythmus haben.

Es bedeutet nicht, dass wir diese Schaffensmodi immer der Reihe nach durchschreiten müssen. Außerdem hat jeder dieser Modi auch seine Gefahren, sich darin zu verzetteln, im jeweiligen Modus zu verharren, etwas Wichtiges nicht zu erkennen oder einen Prozess zu früh abzubrechen.

Dennoch kannst du dich da einmal anhalten. Egal, was du erschaffst – und wenn es nur ein Text ist.

Die vier Modi sind:

  • zulassen
  • sich einlassen
  • weglassen
  • loslassen

Diese Schritte dienen dazu, den Schaffensprozess zu erlernen. Der Autor vergleicht es ähnlich dem Tanzen Lernen: „Gehen können Sie bereits, trotzdem müssen Sie jeden Tangoschritt erst einmal lernen, bis Sie alle Schrittfolgen flüssig beherrschen. Danach können Sie sich mehr und mehr Freiheiten in der Gestaltung Ihrer Choreografien nehmen. Auf jeden Fall sollten Sie jedoch in Ihrem Schaffensprozess sicherstellen, dass Sie die jeweiligen Gefahren und Sättigungspunkte erkennen.

Wenn du also mit deiner Kreativität auf Kriegsfuß stehst, hast du jetzt die Möglichkeit stattdessen „schöpferisch produktiv“ zu werden.

Das beginnt bei deinen Texten und endet – eigentlich nirgendwo … Denn stets und ständig erschaffen wir uns selber ja neu ,-). Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Über den Autor

Wolfgang A. Erharter ist Berater im renommierten Malik Management Zentrum St. Gallen. Ursprünglich hat er die Ausbildung als klassischer Violinist und Jazzbassist genossen und jahrelang schöpferische Prozesse gestaltet und begleitet. Als Berater liegt sein Schwerpunkt jetzt bei der Gestaltung von innovativen Unternehmenskulturen und der Steigerung der Effektivität von Fach-und Führungskräften. Er hält seit 15 Jahren Workshops, Vorträge, Coaching und Großgruppenveranstaltungen zu den Themen Kreativität und Innovation ab.
www.erharter.info

 

Buchtipp

Kreativität gibt es nicht
Wie Sie geniale Ideen erarbeiten
Wolfgang A. Erharter
Redline Verlag
ISBN 978-3-86881-332-6

 

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Deine
Eva Laspas
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Eva Laspas
 

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