Kaum Kunden? Warum es an deinem Text liegt

Hast du kaum Kunden über die Webseite? (Oder deine Posts?)

Das kann daran liegen, dass du dein Angebot hinter deinen Texten versteckst.

  • Du bist sicher Profi in dem was du machst, doch das wissen die Menschen nicht.
  • Du bist aber unsicher beim Texte schreiben.

Und das liest man. Da kannst du dich auf den Kopf stellen.

Denn Schultexte sind völlig anders als Texte für dein Business!

Das sagt uns nur niemand.

Lies hier also weiter, wie du wirksamere Texte für dein Business schreibst.

Vorbereitung

Wenn du schon länger hier liest, weißt du, dass du unbedingt einen Wunschkunden brauchst. 

Denn nur wenn die Kommunikation mit deinem Wunschkunden stimmt, erreichst du ihn. 

Mit diesem Buch lernst du deinen Wunschkunden kennen. Außerdem beschreibe ich dir die wichtigsten Begriffe rund ums Internetmarketing zum be-greifen. Weitere Experten teilen ihr Wissen mit dir. Am Ende der 9 Tage hast du deinen Wunschkunden fertig inklusive aller Texte, die du für deine Webseite brauchst.

Was wenige wissen: Der häufigste Fehler

Meisten lernen wir in der Schule, dass unsere Sätze lange sein sollen. Das zeigt Bildung. 

Doch im Internet (auf dem Handy gelesen) füllt ein langer Satz (der für ein Buch super passt) - das ganze Handydisplay.

Daher ist es wichtig, dass du in deinen Texten

  • E-Mail
  • Webseite
  • Social-Media-Posts

kurze Sätze schreibst und Absätze einbaust.

Test für deine Texte

Warte, bist du ganz dringend auf die Toilette musst. Dann, knapp bevor es zu spät ist, nimm dir deine Webseite vors Auge und lies deinen Text auf der Startseite.

Beobachte dich jetzt.
Wie viel Lust hast du zu lesen?
Wie viel kannst du aufnehmen? (Und das, obwohl du den Text ja kennst ...)
Ausprobiert? 😉

Text-Verknappung bringt Kunden

Wenn wir Menschen durch ein Problem beschäftigt werden, haben wir kaum noch Energie, einen Text zu lesen.

Je dringlicher das Problem, desto knapper muss daher der Text sein.

Je nachdem,

  • wie groß das Problem deines Kunden ist,
  • in welcher emotionalen Lage er sich befindet,
  • wie groß seine Schmerzen sind,

sollte dein Text sich durch Länge und Knappheit anpassen.

Über das Kürzen von Texten habe ich schon im Blogbeitrag „Texte kürzen“ geschrieben.

Doch lange vor dem Kürzen kommt die Qualität des Textes.

Wörter lassen sich so leicht zu

  • einer Mauer, 
  • einem Dschungel oder einem
  • 08/15-Pullover 

verarbeiten. So, dass man „sein Angebot hinter Text verstecken“ kann. Damit kommen kaum Kunden.

Schwierigkeit: Das läuft in den wenigsten Fällen bewusst ab. Kaum jemand erkennt zuverlässig, was sein Text manchmal auslöst. Ich auch nicht immer ;-).

 

Kaum Kunden? 5 Textarten, die du meiden solltest

Hier habe ich dir nun 5 Beispiele gebracht, wie du es nicht machen solltes.

Überprüfe nun deine Texte, ob du den einen oder anderen Text so geschrieben hast.


1) Das Wortlabyrinth bringt kaum Kunden

Hier verliert sich der Leser im Dschungel des Textes. Immer wieder werden ihm neue Wege und Gedankengänge angeboten. Möchtest du blau? Oder lieber doch eine Zitrone? Vielleicht liegt dir London mehr? So kommt der Leser nicht zum Ziel: Der Lösung seines Problems.

Wortlabyrinth

Schwierigkeit: Der Schreiberling hat den Faden verloren, der Leser ist futsch.

Lösung: Lass deinen Startseitentext von einem Textexperten lesen oder suche dir einen Menschen, der deinem Wunschkunden ähnlich ist. Bitte um ein Feedback.

Stelle folgende Fragen:

  • Zieht dich der Text an?
  • Liest sich der Text schlüssig von Anfang bis Ende?
  • Nein? Ab wo beginnst du abzuschalten?
  • Worum geht es im Text?
  • Was hat dir gefallen?
  • Was bringt dich weiter?
  • Oder was passt nicht stimmig dazu?
  • Welche Info fehlt?
  • Welcher Gedankengang wird nicht beendet?

 

2) Die Textwurst

Eine Textwurst nenne ich einen Satz, der ewig nicht zum Ende kommt und niemals einen Punkt oder ein Komma hat, obwohl man mittlerweile schon drei Punkte hätte einbauen können, weil der Schreiberling einfach lange Sätze liebt und es leider immer noch als äußerst gebildet angesehen wird, wenn die Sätze vier oder mehr Zeilen füllen, auch wenn du diesen Satz kaum bis hierher in einem Zug gelesen haben wirst.

Textwurst

Schwierigkeit: Der Schreiberling hat am Ende des Satzes vergessen, wie er ihn begonnen hat, und beendet ihn daher schlichtweg falsch. Der Leser ist verwirrt und klickt weiter.

Lösung: Lies deine Texte immer laut vor. Überall dort, wo du Luft holen musst (um nicht blau anzulaufen), ist Zeit über einen Punkt nachzudenken ,-). Die meisten Sätze lassen sich mit ein paar kleinen Kniffen teilen und verkürzen.

Beispiel einer Textwurst:

Eine Textwurst nenne ich einen Satz, der ewig nicht zum Ende kommt, Punkt oder Komma kommen bei solchen Wortgebilden kaum vor, denn das hat zwei Gründe: Der Schreiberling liebt lange Sätze. Und leider gilt es immer noch als besonders „gebildet“, wenn die Sätze vier oder mehr Zeilen füllen. Vielleicht hast du jetzt bis hierher gelesen?

 

3) Der Fachtext

In einem Fachtext wird äußerst fein parliert. Die einzelnen Sätze und grammatikalischen Strukturen können kurz oder lang sein. Die Tendenz liegt aber bei eher längeren Wortgeflechten. Außerdem wollte, könnte oder müsste man etwas getan, gesehen oder gelesen haben. Mit dem Konjunktiv wird nicht gegeizt. Im Fachtext darf kaum etwas klipp und klar ausgedrückt werden. Das würde ja dann nicht nach Fachtext klingen.

Fachchinesisch

Schwierigkeit: Der Schreiberling ist unsicher und versteckt sich hinter Fachtermini. Er hat vergessen, dass der echte Fachmensch sein Fachgebiet so einfach und klar erläutern kann, dass ihn jedes Schulkind versteht. Der Leser ist entweder verwirrt und weg oder voller Ehrfurcht. Beides macht ihn kaum zum Kunden.

Ausnahme: Gesundheitsaussagen. Die könnten die Gesundheit nur nachhaltig beeinflussen. Da muss es so sein, sonst wird Text teuer.

Lösung:

  • Durchforste deinen Text nach Fremdwörtern.
  • Überprüfe jedes einzelne Verb, damit es aktiv und im Indikativ geschrieben ist. (Und wenn du ein Fachwort verwendest, dann erklärst du es: Indikativ ist die Wirklichkeitsform, also nicht der Konjunktiv, die Möglichkeitsform).

Beispiel:

  • Aktiv: Ich gehen – passiv: ich werde gegangen
  • Indikativ: ich suche – Konjunktiv: ich suchte

Härtetest: Lass einen völligen Laien lesen und bitte ihn, dir den Inhalt zu erklären ;-). Das ist dann das beste Indiz, dass dein Text wirklich verständlich ist.

Auch hier gilt: Lege deinen Text zumindest einem realen Wunschkunden vorund frage, ob er alles verstanden hat.

 

4) Der Grundmuster-Text

Der Grundmustertext sagt genau, was Sache ist. Er sagt, was du tun darfst und sagt dir auch, warum. Eigentlich sagt der Text klipp und klar, wie der Leser sein Problem lösen kann. Aber er sagt das in einer Monotonie, die klingt wie eine Schallplatte, die hängengeblieben ist. Dabei gibt es in jeder Sprache mehrere Verben, die das Wort „sagen“ ersetzen könnten.

Grundmustertext

Schwierigkeit: Der Leser ist eingeschlafen, ehe er zur Lösung seines Problems kommt. Auch gut, denn im Schlaf tut‘s nicht so weh ,-).

Lösung:

  • Verwende aktive Verben und bring dadurch Leben in deine Texte.
  • Verben schaffen Bewegung,
  • Hauptwörter Stabilität.
  • Eigenschaftswörter bitte eher sparsam verwenden. Das klingt dann gleich langatmig.

Der Text von oben könnte dann ungefähr so heißen:

Der Grundmustertext beschreibt genau, was Sache ist. Er steckt ab, was du tun darfst und umreißt auch, warum. Eigentlich vermittelt der Text klipp und klar, wie der Leser sein Problem lösen kann. Aber er bedient sich dabei einer monotonen Sprache, die klingt wie eine Schallplatte, die hängengeblieben ist. Dabei gibt es in jeder Sprache mehrere Verben, die das Wort „sagen“ ersetzen können.

 

5) Der Seifen-Text

Beim Seifen-Text glaubt der Leser anhand der Überschrift, er hätte jetzt endlich die Lösung für sein Problem, denn … aber leider nein, die Seife ist geflutscht. Doch dann fällt sein Blick auf die nächste Überschrift – ja, cool, endlich – leider wieder futsch, die Seife. Die Lösung liegt irgendwo zwischen diesen Zeilen? Zwischen den Überschriften? Ja, nein, vielleicht? Diese Texte könnte man auch „Fang-die-Maus“ nennen – sie kosten den Leser Zeit und bringen keinen Mehrwert. Außer er kauft das überteuerte Buch „In einer Sekunde zum Millionär“.

Seifentext

Schwierigkeit: Der Schreiberling hat Angst, sein Wissen zu „verlieren“ oder hat gar kein Wissen – er gibt daher nichts wirklich preis. Dem Leser bleibt ein flaues Gefühl im Magen …

Lösung: Wenn du wirklich etwas vermitteln möchtest und nicht nur auf Geld aus bist, komm zur Sache. Gehe aus dir heraus, zeig was du kannst. Gib Tipps, trau dich. Alles, was du weißt, kann man sowieso irgendwo im Netz finden. Zig-fach. Was Allgemeinwissen aber besonders macht, bist DU ;-).

Nur in Kombination mit dir wird Wissen deinen Wunschkunden zu seiner Lösung führen.

Die Lösung für dein Problem

Ausbildung - 2. Auflage

Wenn du wirklich etwas für dein Business tun willst, empfehle ich dir die Ausbildung "Businesstexte schreiben lernen". In nur 21 Tagen lernst du 10 Text-Werkzeuge für wirksame Texte auf Basis deiner Texte. So automatisierst du diese Tools. 

Diese Ausbildung ist auf Basis der Montessori-Pädagogik für Erwachsenenbildung entwickelt und beinhaltet auch 120 Min. fachliches Feedback.

Viel Erfolg bei der Umsetzung!

Deine
Eva Laspas

Kaum Kunden? Es liegt an deinem Text! (PIN)
Kaum Kunden? Diese 5 Textarten solltest du meiden! (PIN)
Kaum Kunden? Was wenige wissen - der häufigste Fehler (PIN)

Bildquellen

  • Masterkurs “Text Corporate Identity – Akademie schreiben lernen: contrastwerkstatt | CC BY fotolia.com
  • Kaum Kunden? 5 Textarten, dein Angebot zu verstecken: Felix Broennimann
Eva Laspas
 

Ich bin Eva Laspas und unterstütze dich dabei, bessere Texte für dein Unternehmen zu schreiben. Wie? Indem ich komplexe Themen einfach zum „Be-greifen" aufbereite. Durch Blogartikel, Bücher, Kurse und Text-Konzepte.

Klicken Sie hier, um ein Kommentar zu hinterlassen. 1 Kommentare