Ist dein Wunschkunde lebendig?

 

In meinem letzten Strategiegespräch ging es um einen Wunschkunden.

Meine Klientin hatte sich ihren idealen Kunden schon “erschaffen” und mir die Unterlagen vor unserem Gespräch geschickt.

Ihr Wunschkunde war komplett ausgearbeitet, kein Merkmal fehlte.

Alter, Familienstand, Beruf usw.

Alles war da.

Und doch: Ihr idealer Kunde war nicht lebendig.

Ich konnte kein Merkmal finden, das außergewöhnlich war.

Nichts, woraus sich hätte ein Schwerpunkt machen lassen.

Und ohne Schwerpunkt keine guten Werbetexte.

Ich war gespannt und wartete unser Gespräch ab.

 

Klar werden

Meine Klientin arbeitet schon in ihrem Bereich. Sie hat eine Methode und verkauft dazu Online-Kurse. Nur ist die Methode so vielfältig, dass es ihr schwerfiel, einen einzigen Schwerpunkt zu finden.

Sie mühte sich ab, und doch schwand die Lösung immer mehr.
Denn: Diese Methode kann so viele Probleme lösen.

Sie war verzweifelt.
Welche Texte sollte sie schreiben?
Was als Freebie anbieten?

Welchen Slogan für die Vistenkarte schreiben?

Wie sich vorstellen?

 

Und genau darum kam sie zu mir.

Nach einigen gezielten Fragen:

  • Wie bist du zu dieser Methode gekommen?
  • Hat dir diese Methode bei irgendeinem speziellen Problem besonders gut geholfen?
  • Kommen vielleicht besonders viele Menschen mit einem bestimmten Problem zu dir?

war klar: Hier gibt es keinen thematischen Schwerpunkt.

 

Der Schwerpunkt liegt auf der Methode.

 

Und den Online-Kursen.

So wurde ihre Ausrichtung klar:

Der Wunschkunde ist jemand, der schon etwas über die Methode gehört hat und sie jetzt selber erlernen will. Und das online.

Und da die Methode so vielfältig einsetzbar ist, kann diese Vielfältigkeit auch im Freebie, im Blog und in den unterschiedlichen Kursen gezeigt werden.

Eine wunderbare Lösung.

Von da ausgehend, kann sie jetzt noch einige weitere Merkmale (nicht alle!) dieser Kundengruppe erstellen.

 

Eva hat mein Problem mit links gelöst. Denn mein Ziel ist es, eine Methode im Internet zu unterrichten und dazu Webinare und Online-Kurse aufzubauen. Wir haben das Thema „Wunschkunde“ von einem anderen Standpunkt aus aufgerollt, und es zeigte sich für mich einmal mehr, dass allgemeine Regeln nicht immer zutreffend sind. Gemeinsam haben wir meiner Wunschkundengruppe „auf den Zahn gefühlt“ und sie anschließend festgelegt. Endlich ist der Knoten geplatzt: Meine Ideen verbinden sich nun ganz leicht und einfach mit meiner Wunschkundengruppe und ich spüre, wie ich Lust darauf habe, für sie zu schreiben. Ich sage danke!

Felicitas Sperr-Burger

 

Bauchladen versus Vielfältigkeit

Du hast sicher schon vom Bauchladen gehört. Diesem “Gemischtwarenladen”, den wir auf vielen Webseiten finden können.

Den wir aber vermeiden sollten.

Wenn wir uns von anderen Anbietern abheben möchten.

Mit dem „Bauchladen“ sind alle Angebote gemeint, die sich nicht typischerweise auf ein Problem des Kunden beziehen.

Also alles was vielfältig, aber unkonkret ist, sollten wir möglichst vermeiden.

Denn das verwirrt die Suchmaschinen, die schicken Menschen, die dann nicht finden, was sie suchen. Und schnell wieder wegklicken. Was die Suchmaschinen sich merken. Und dann werden sie weniger Menschen schicken.

Außerdem kannst du ohne klare Ausrichtung auf einen Wunschkunden kein deutliches Angebot schreiben, deine Überschriften bleiben verwaschen, deine Texte ohne Kernaussage.

Doch genau diese Definition bringt viele Unternehmerinnen ins Schwitzen.

 

Zwei Beispiele

Da ist Karin, die sehr viele Ausbildungen gemacht hat.

Shiatsu, Aromatherapie und Klangmassage. Außerdem malt sie Bilder und bastelt hingebungsvoll wunderschönen Schmuck.

Wenn nun Karin eine einzige Webseite baut, wo sie alle fünf Bereich auflistet, ohne einen Schwerpunkt zu setzen – das ist der oben genannte „Bauchladen“.

Menschen, die auf Karins Webseite kommen, sind überfordert.

Sie erkennen nicht, ob und wie ihnen Karin helfen kann.

Karin hat dadurch wenig Kunden und Umsatz, was sie dazu verleitet, noch bei einem Direktvertrieb ein bisschen nebenbei mitzumachen. Das kommt auch noch auf die Webseite.

 

Dann gibt es Petra, sie hat nur Shiatsu gelernt.

Ihr Schwerpunkt ist daher genau diese Körpertherapie. Sie macht Weiterbildungen auf diesem Gebiet, tauscht sich mit anderen aus und bildet sich auf ihrem Gebiet weiter. Privat liebt auch sie es, Bilder zu malen. Doch die hängen nur in ihrer Praxis und sind auf Fotos zu sehen.

Auch ihr Bereich ist vielfältig.

Shiatsu kann unendlich viele Probleme lösen.

Doch Petra hat eine klare berufliche Ausrichtung.

Die sie mit ihrem Hobby nicht vermischt.

Sie schreibt jede Woche neue Blogartikel mit unterschiedlichen Schwerpunkten, setzt jahreszeitliche Themen und stellt so die vielen Anwendungsmöglichkeiten von Shiatsu dar.

Und das auch auf einer einzigen Webseite.

Das ist kein Bauchladen.

 

Erkennst du den Unterschied?

Der liegt in der Zielgruppe.

Im idealen Kunden.

Karin hat keinen ausreichend definierten idealen Kunden.

Und keinen Schwerpunkt. Kein „Lieblingsproblem“, das sie besonders gerne und gut lösen kann.

Anders Petra.

Sie wünscht sich von ihrem Kunden:

  • Er soll schon von Shiatsu gehört haben.
  • Wissen, dass es auch bei seinem Problem (egal, welches das ist) eingesetzt werden kann.

Das Profil (= Ziel) ihres Wunschkunden ist klar definiert.

Es ist auf Shiatsu ausgerichtet.

Vielleicht spezialisiert sich Petra in einigen Jahren auf Kinderwunsch-Frauen oder Frauen in den Wechseljahren. Oder sie kreiert ihre eigene Methode.
Aber das ist im Moment noch nicht klar. So weit ist sie noch nicht, hat gerade erst begonnen. Und das ist völlig ok. Alles braucht Zeit zum Wachsen.

Daher zeigt ihr Blog jetzt eine wunderbare Mischung von allen Aspekten, die Shiatsu zu bieten hat.

 

Kennst du schon deinen Wunschkunden? Oder noch nicht?

Sicher hast du schon in der einen oder anderen Form eine Übung zum idealen Kunden gemacht?

Dich in Ruhe hingesetzt und ihn ausgearbeitet?

Frage dich:

  • Hast du jetzt das Gefühl, dass dein Wunschkunde lebendig geworden ist?
  • Zeigt sich dein Wunschkundenprofil im Außen?
  • Hast du deine gewonnenen Erkenntnisse in deinem Geschäftsauftritt (Webseite, Folder, Visitenkarten etc.) umgesetzt?
  • Was hast du genau mit der Ausarbeitung deines idealen Kunden gemacht?
  • Wie die einzelnen Merkmale umgesetzt?

Wenn du nur bei einer dieser Fragen nicht völlig klar bist oder deinen Wunschkunden noch gar nicht ausgearbeitet hast, zahlt es sich aus, dass du deinen idealen Kunden noch einmal erarbeitest. Das Buch “Content Marketing: Dein Wunschkunde und sein Traum” unterstützt dich dabei mit Anleitung, Checklisten und Audios:

 

Content Marketing: Dein Wunschkunde und sein Traum

 

Deine

Eva Laspas

Akademie Schreiben lernen

 

 

Eva Laspas
 

Ich bin Eva Laspas und unterstütze dich dabei, bessere Texte für dein Unternehmen zu schreiben. Wie? Indem ich komplexe Themen einfach zum „Be-greifen" aufbereite. Durch Blogartikel, Bücher, Kurse und Text-Konzepte.

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